Öffentliches Bashing von eScootern in den Medien und in Teilen der Politik
Hatte heute in der sonnigen Voreifel wieder eine traumhafte Fahrt durch Wiesen mit Pferdekoppeln und durch lichten Wald - Vögelgewitscher und das Schnauben der Pferde ließen mich unmittelbar teilhaben an dieser schönen Landschaft - und ich rolle da völlig mühelos und geräuschlos mit meinem Moovi-StVO durch.
Aber kaum sind die tollen leichten und kleinen eScooter gesetzlich zugelassen, vergeht kaum ein Tag, an dem nicht in irgend einer Zeitung, einem TV-Beitrag oder per Politiker-Statement auf die tollen eScooter eingedroschen wird, erst heute wieder in der WELT-AM-SONNTAG.
Ich habe dort mal meine Meinung über diese Unsitte platziert und stelle diese Argumente hiermit auch anderen eScooter-Fahrern (natürlich nur Moovi-Fahrer ;-)) zur Verfügung:
"Vielleicht etwas weniger Ideologie? Seit Generationen gilt Fahrrad als DAS MUSTERBEISPIEL korrekter Verkehrsausübung. Kaum Umweltbelastung, alle Fahrer*innen nahezu gleich. Daran änderte sich auch nichst, als eBikes durch Feld und Flur und die Innenstädte fuhren. Litium in den Akkus? Unfälle von und mit Radlern? Keine Themen, die die gesamte Gesellschaft aufbrachte. Elektro-Autos gelten als DIE Heilsbringer hinsichtlich Individualverkehr. Auch hier kaum Litium-Diskussion, obwohl ein eAuto den 100- bis 500-fachen Umfang an Lithium spazieren fährt als ein eScooter.
Wieso jetzt auf einmal alle gegen die super praktischen kleinen und leichten eScooter? Liegt es vielleicht daran, dass der Verkehrsminister der oft forsch und selbst-wirksam auftretende Andreas Scheuer ist? Oder dass diese Zweirad-Initiative einmal nicht von den politischen Berufs-Ökologen, sondern von der CSU kommt ?
Oder fühlen sich vielleicht diejenigen, die seit vielen Jahren strampelnd und schwitzend die Erde retten wollen, auf einmal abgehängt, weil Ihnen die hippen eScooter-Piloten völlig entspannt und mühelos einfach so davon fahren – vielleicht sogar mit weissem Hemd, Kravatte und Office-Jacket?
Ach so, Fehlverhalten, Trunkenheit, Fahren ohne Zulassung: Das gab es schon immer bei Autos, Motorrädern, Mopeds und Mofas (es sollen schon Fahrräder gesichtet worden sein, die keine gesetzeskonforme Beleuchtung aufweisen konnten). Niemand wäre aber je auf die Idee gekommen, deshalb die Fahrzeugklassen zu verunglimpfen oder zu verbieten. Hier ist die Exekutive gefordert durch Verhängen der vorgesehenen Strafen – einschließlich Einziehung nicht-zulassungsfähiger Fahrzeuge.
Einfach mal zwei Gänge runter schalten. Ich (Jahrgang 1958) nutze meinen Klapp-eScooter (10 Kg!) mit großer Freude und kann so die Zahl meiner per Bahn erreichbaren Ziele deutlich ausweiten oder Verspätungen von ÖFFIS umgehen. eScooter sollten nicht eine Modeerscheinung, sondern eine ganz selbstverständliche Fahrzeugkategorie sein."
Allen Moovi-Piloten viel Spaß und immer genügend Abstand zu den überholenden Autos ;-)) .
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Das nenne ich mal auf den Punkt gebracht. Sehr schön formuliert @stschanze!
Dem ist nichts hinzuzufügen ;)Lg Nikolaj
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